Oft werden die steigenden Behandlungskosten im Rahmen der Debatte um steigende Fallzahlen bei Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Leiden oder Krebs diskutiert, aber die Debatten blenden die Auswirkungen auf die Wirtschaft oft aus. Allerdings legte ein Berater der Weltbank nun die Karten auf den Tisch, denn er verwies darauf, dass Krankheiten das Wirtschaftswachstum stark beeinflussen.
Die häufigsten Krankheiten, die die Wirtschaft betreffen und in Europa für einen Großteil der Todesfälle verantwortlich sind, sind chronische Erkrankungen der Atemwege, die Volkskrankheit Diabetes, Krebs und Krankheiten des Herz-Kreislauf-Systems. Diese Informationen gehen aus dem aktuellen Global Status Report der WHO hervor.
Herz-Kreislauf-Leiden, chronische Erkrankungen der Atemwege, Krebs und Diabetes sind für 86 Prozent der Todesfälle in Europa verantwortlich. Wenn man diese Zahlen im weltweiten Maßstab betrachtet, machen diese Krankheiten immer noch 63 Prozent der Todesfälle aus. Daran kommt die Wirtschaft einfach nicht vorbei, wie auf dem European Health Forum Gastein zu hören war, denn dort wurde erklärt, dass eine Zunahme dieser Erkrankungen natürlich auch Folgen für die wirtschaftliche Entwicklung hat. Um das Wachstum der Wirtschaft um 0,5 Prozent zu reduzieren, reichen 10 Prozent an Wachstum dieser Krankheiten aus.
Doch wie wirkt man diesem Trend entgegen? Viele Experten meinen, dass die Prophylaxe vorangetrieben werden muss. So lassen sich – laut Fidler – in den Staaten mit mittleren Einkommen rund drei Dollar sparen.
Nach wie vor ist klar, dass der Bereich Prävention und Vorbeugung zuwenig Aufmerksamkeit bekommt. Das muss sich grundlegend ändern, damit das Gesundheitswesen und die Gesundheitspolitik auch in Zukunft florieren kann.
Vorbeugen ist besser als behandeln.
