Selbstbeteiligung in der Privaten Krankenversicherung

Im Gesundheitswesen wird ständig gespart – dies betrifft durchaus auch die private Krankenversicherung. In der Regel kann der Versicherte aber nur dann sparen, wenn er selber bereit ist gewisse Kosten und Risiken zu tragen. Die Anzahl der PKV Tarife ist groß – allerdings gilt hier nicht immer die Regel billig gleich gut. Eine individuelle Planung der eigenen privaten Krankenversicherung spielt bei einer ausreichenden bis guten Gesundheitsvorsorge eine große Rolle.

Sparpotential durch Selbstbeteiligung

Sparpotential bietet dabei die so genannte Selbstbeteiligung oder der Selbstbehalt. Dieser beschreibt eine gewisse Summe, die der Versicherte selber zu tragen hat. Hierbei gibt es das Baukastenprinzip, da die Versicherungsbestandteile meist individuell zusammengesetzt werden können.

Ein Selbstbehalt senkt immer die monatlichen Beiträge zur Versicherungspolice. Wie hoch diese Beitragssenkung ist hängt von der Höhe der Selbstbeteiligung ab. Die Selbstbeteiligung bzw. der Selbstbehalt sind in zwei Formen möglich. Auf der einen Seite kann eine prozentuale Summe an Behandlungskosten vom Versicherten selber übernommen werden. In der Regel liegt diese bei etwa 10-20 Prozent der gesamten Behandlungskosten. Alles Weitere wird über die private Krankenversicherung bezahlt.

Alternativ kann ein pauschaler Betrag festgelegt werden, der pro Jahr durch die Versicherten selber getragen wird. Dieser kann individuell vom Versicherten festgelegt werden – sollte sich aber immer im finanzierbaren Bereich bewegen. Beide Möglichkeiten der Selbstbeteiligung können für alle Bereiche oder auch nur für Teilbereiche abgeschlossen werden. Gängig in der Praxis ist die Beteiligung des Versicherten an ambulanten, stationären und zahnärztlichen Behandlungskosten. Einige Tarife bieten jedoch die alleinige Selbstbeteiligung im ambulanten Bereich.

Die Kosten für die private Krankenversicherung können durch die Selbstbeteiligung deutlich sinken. Allerdings ist die Form von Versicherungspolice nicht für jeden privat Versicherten geeignet. Während Selbstständige und Freiberufler hier deutlich sparen können ist das Sparpotential für Beamte und Angestellte eher gering, da hier der Arbeitgeber einen Anteil an den Kosten für die Police übernimmt. Die Selbstbeteiligung müsste aber in diesem Falle alleine vom Versicherten getragen werden.

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PKV Selbstbeteiligung nicht zu hoch wählen

Grundsätzlich sollte eine Selbstbeteiligung immer nur in der Höhe vereinbart werden, die der Versicherte auch sicher tragen kann. Auch wenn Sparen eine große Rolle im Alltag eines Jeden spielt, so sollte doch die Gesundheit nicht darunter leiden müssen. Durch unterschiedliche Vergleichsportale im Internet, wird die Wahl des richtigen Versicherungstarifes leicht gemacht. Hier gibt es keinen pauschalen Tarif – erst der private Krankenversicherung Vergleich zeigt was möglich ist. Nur die eigenen persönlichen Voraussetzungen und Ansprüche müssen erfüllt sein um den passenden und vor allen Dingen sinnvollen privaten Krankenversicherungstarif auswählen zu können. Auch Stiftung Warentest zeigt in der Bewertung Private Krankenversicherung die Vor- und Nachteile der verschiedenen Tarife auf, so dass eine objektive Meinung schnell zu finden ist.
Der Vorteil der privaten Krankenversicherung liegt darin, dass viele Leistungen übernommen werden, die zum Beispiel die gesetzliche Krankenversicherung nicht übernimmt. Auch der Selbstbehalt sollte nicht dazu führen, dass genau auf diesen Vorteil verzichtet wird. Im Vordergrund sollte eindeutig die bedarfsgerechte Krankenversorgung stehen und nicht nur die Summe unterm Strich.

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